Nachtrag zum Schufa-Orakel

Gestern hatte ich ja den Gerichtsentscheid aufgegriffen, wonach die Schufa weiterhin das Zustandekommen ihrer schicksalhaften Kreditwürdigkeitseinschätzungen geheimhalten darf. Verbloggt hatte ich das ganze unter der Kategorie „Algorithm Fail“, in der ich aufzeigen möchte, wie problematisch es ist, die Ergebnisse einer solchen Black Box unhinterfragt zu übernehmen. Dabei geht es dem Namen nach vordergründig um naive Technologiegläubigkeit, aber sehr häufig sind es auch menschliche Eingabe- und Abfragefehler, die in ihrer Wirkung zu falschen und Schaden verursachenden Ergebnissen führen.

„In einigen Fällen beschädigten Bankberater laut Stiftung Warentest sogar die Kreditwürdigkeit der Kunden durch falsche Anfragen bei der Schufa. Dies sei geschehen, weil die Berater statt des korrekten Anfragemerkmals „Kreditkonditionen“ die Anfrage unter dem Stichwort „Kredit“ in den PC eingegeben hätten. In der Schufa-Datenbank lese sich dies später so, als sei dem Kunden ein Kredit wegen fehlender Bonität nicht gewährt worden. Als Folge davon wird es für den Betroffenen entweder deutlich teurer, Geld zu leihen oder er erhält gar kein Kreditangebot mehr.“

Über dieses Zitat bin ich auf Spiegel Online gestoßen auf der Suche nach der von Gunter Dueck erwähnten Studie, die seine These des nahen Endes der „Flachbildschirmrückseitenberatung“ stützt. Der Teil beginnt etwa bei Minute 30 aber das ganze Video ist super, wenn auch Schufa nicht direkt darin vorkommt.

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